Deutscher Bundestag: Ralph Ueltzhoeffer, Lichtkunst - Installation (Bibliothek).
 
 
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"OPEN/CLOSED" LICHTKUNST VON RALPH UELTZHOEFFER.

Im ersten Moment erscheit die Lichtinstallation des gebürtigen Mannheimer Künstlers Ralph Ueltzhoeffer unkompliziert und frei von Schnörkel. Auf den zweiten Blick und mit etwas Abstand erschließt sich hinter dem monochromen Porträt eine Person aus einzelnen Teilen zusammengefügt zu einem multiplen Element aus Text und Fotografie. Mit den Worten "Open" und "Closed" wiegt sich der Betrachter auf leicht verständlichem Terrain: so zeigen die Porträts eine Person mit offenen und geschlossenen Augen. Im erweiterten Gedanken zeigen die Portraits außerdem eine sehende und eine die Augen verschließende Person im unmittelbaren Umfeld der Biobliothek des Deutschen Bundestages. Der Ort wurde ganz bewusst für diese Installation gewählt und verleiht dem wesentlichen Element Schrift eine im direkten Zusammenhang stehende Assoziation mit dem gewählten Ort und seiner Bedeutung.

Ralph Ueltzhoeffer studierte von 1997 bis 2003 an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe u.A. bei Horst Antes (Kopffüßler). Typografische Elemente in seinen Arbeiten sind seit Ausarbeitung der Textportraits, die sich anfänglich auf biografische Daten in Kombination mit der Porträtfotografie zu einer Einheit verschmelzen, enthalten. Die Identität der dargestellten Personen erschließt sich demzufolge nicht nur über das Bild, sondern gleichzeitig über den Text. Meistens ist es die Biografie des Dargestellten, die sich wie ein Raster über sein Gesicht zieht. Teilweise arbeitet der Künstler jedoch nur mit Textfragmenten, die in Verbindung mit der Person symbolisch aufgeladen werden. Die sorgfältig ausgewählten Persönlichkeiten sind keine ‚unbeschriebenen Blätter‘, was durch die ästhetische Umsetzung des Künstlers eindrucksvoll sichtbar gemacht wird. Sie besitzen alle außergewöhnliche Talente, haben steile Karrieren hingelegt oder Großes geleistet. Für Millionen von Menschen haben sie Vorbildcharakter und sind Hoffnungsträger. Durch endlose Wiederholung ihrer Porträts in den Massenmedien lassen sie den Rest der Welt permanent an ihrem Leben teilhaben." [...]

 
Deutscher Bundestag: Ralph Ueltzhoeffer
Deutscher Bundestag Bibliothek: Ralph Ueltzhoeffer, Installation "Open/Closed".

Kunst im Deutschen Bundestag, Berlin

         
         
    PORTRAITKUNST    
    Das Schlingensief Portrait 2015 Von Simone Weiss    
         
    Mit der Rauminstallation "Das Schlingensief Portrait" gezeigt im Clyfford Still Museum, Denver offenbart sich die typografische Portraitkunst als Biografie des unlängst verstorbenen Aktionskünstlers Christoph Schlingensief. Der deutsche Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer taucht die Betonwände des Clyfford Still Museums in Denver in ein neues Licht aus Textelementen und Biografieinformationen, digitale Kunst aus dem Internet. Warum gerade Christoph Schlingensief als Textportrait?

Ralph Ueltzhoeffer portraitierte über die letzten fünfzehn Jahre hinweg echte Größen aus Politik wie Willy Brandt oder Barack Obama über Topmodels wie Kate Moss zu Sportlern wie den englischen Fußballer David Beckham u.a. Schlingensief so Ueltzhoeffer bleibt ein ganz besonderes Ausnahmetalent in der Kunstszene und wird uns auch in Zukunft noch des Öfteren beschäftigen.

Portraitkunst aus typografischen Elementen die sich strickt einem Konzept unterwerfen erinnern an die "Three Chairs" von Joseph Kosuth der Anfang der 1970er Jahre auf der Documenta Kassel sein künstlerisches Debüt hatte. Eine unpersönliche, emotionslose Portraitkunst, kalt und dennoch eigen mit tausenden von Nachahmern die über Programme eigens zur Herstellung solcher Textportraits programmiert wurden.

Das Copy and Paste Zeitalter hat die Kunst längst erreicht und zum Teil zerstört was die kulturelle Frage des neuen Jahrstausends natürlich nicht beantworten kann. Kunstmaler und Grafiker so Ueltzhoeffer werden sich über kurz oder lang selbst abschaffen in dem sie der kulturellen Verwahrlosung die sich durch Überfremdung und Einreise unkultivierter Menschen befürwortend zuschauen. Die deutsche Kunst und Kultur war geprägt von deutschen Leitlinien die sich in Religion und Sprache manifestierten. Eine gewollte Auflösung dieser Prinzipien hat nun letztendlich auch die Bildende Kunst ereilt.
 
Christoph Schlingensief
Christoph Schlingensief, Installation von Ralph Ueltzhoeffer, "Das Schlingensief Portrait " (2015 Clyfford Still Museum, Denver).
 
 
 
 
 
         
         
    KUNST UND WISSENSCHAFT    
    Modulationstheorie 2014 Von Adrian Spiess    
         
   

Ein besonderer Zweig der Kommunikationstheorie muß weiterentwickelt werden, und das ist die Modulationstheorie. Bis jetzt ging die Modulationstheorie im wesentlichen von der Tatsache aus, daß Modulation und Demodulation Spiegelbilder sind. Durch die Demodulation werden eine oder mehrere bereits bekannte Modulationsformen aus einem gegebenen Signal herausgelöst. Es wird jedoch zur Raumforschung auch die Suche nach anderen intelligenten Lebewesen im Weltall gehören, und daher sollten Raumschiffe mit Vorrichtungen ausgerüstet sein, die feststellen können, ob eine empfangene Strahlung bewußt moduliert ist oder nicht, auch wenn Art und Inhalt der Modulation völlig neu sind.
Die Internationale Telekommunikationsunion. Wenn die verschiedenen Probleme der Nachrichtenübermittlung in der Raumforschung bis 1985 gelöst werden sollen, müssen in der Struktur und Arbeitsweise der Internationalen Telekommunikationsunion gewisse Änderungen vorgenommen werden. Dazu war es auf der 1963 durchgeführten Tagung für Raumforschung der ITU vielleicht noch zu früh, aber es ist klar, daß die grundsätzlichen Unterschiede zwischen irdischen und außerirdischen Nachrichtenverbindungen unterschiedliche Verfahren erfordern. Solange diese Verbindungen nur zwischen Erde und Raumschiff betrieben werden, ist das Problem nicht dringend, aber wenn die Verbindungen von der Erde zum Raumschiff über eine Mondstation geleitet werden, ergeben sich zwei getrennte Netze von Nachrichtenverbindungen. Die ITU, die 1865 als Internationale Telegraphenunion gegründet wurde, und deren eigentliche Aufgabe es ist, die internationale Zusammenarbeit beim Betrieb und der Verbesserung aller Arten von Fernmeldeverbindungen zu fördern und auszudehnen, wird sich sehr gründlich mit der Entwicklung im Weltraum befassen müssen. Insbesondere wird sie Maßnahmen treffen müssen, um gegenseitige Störungen von Raumverbindungen und irdischen Nachrichtensystemen zu verhindern und um einen zweckmäßigen Ausbau dieser beiden Femmeldenetze sicherzustellen.

 

Wahrscheinlich werden bis 1985 Menschen auf dem Mars gelandet sein. Wenn nicht, wird auf jeden Fall der rote Planet aus nächster Nähe beobachtet worden sein. Ebenso sind bis dahin bemannte Raumflüge an der Venus vorbei durchgeführt worden.

Landungen auf dem Mond sind dann nichts außergewöhnliches mehr. In regelmäßigen Fahrplänen werden Astronauten von der Erde zu einer kleinen Mondstation und wieder zurück pendeln. Es kann sein, daß auf der Mondoberfläche ein astronomisches Observatorium besteht, da die Bedingungen für astronomische Beobachtungen dort günstiger sind als auf der Erde.

Die Privatindustrie wird in großem Maße Raumkapseln auf Umlaufbahnen um die Erde benutzen. Unbemannte, aber mit komplizierten technischen Einrichtungen versehene Satelliten werden Ferngespräche und Fernsehprogramme über die Weltmeere befördern. Privatfirmen, Universitäten und Regierungen senden Myriaden von technischen Daten über Satelliten von einem Elektronenrechner zum anderen. Die Zahl der Satelliten wird nicht sehr stark zunehmen, aber sie werden nicht nur größer, sondern auch bedeutsamer für das Wohlergehen aller Menschen sein. Ihre Lebenszeit wird einige Dutzend Jahre betragen, und die meisten sind lenkbar, damit sie die gewünschte Umlaufbahn über längere Zeiträume einhalten.

Für jeden Fleck der Erde wird es zuverlässige und langfristige Wettervorhersagen geben. Spezialsatelliten werden Schiffen und Flugzeugen als Navigationshilfe dienen. Andere wird man für Vermessungszwecke benutzen, um in unzugänglichen Gebieten geodätische Punkte festzulegen.
Die Saturn V, die größte 1964 in Amerika entwickelte Trägerrakete, wird vor 1970 imstande sein, mit einer Nutzlast von 50 Tonnen das Schwerefeld der Erde zu überwinden. Aber für die bemannte Marsforschung und den Aufbau einer Bodenstation auf dem Mond wird eine Rakete gebraucht, die die zehnfache Last tragen kann. Deshalb wird 1985 eine Rakete im Bau sein, die sehr viel stärker ist als die Saturn V.

Für die erste Stufe einer großen Trägerrakete werden auch dann noch chemische Antriebe verwendet werden, aber verbesserte Triebwerke und neue Treibstoffe liefern höhere Impulse - also mehr Schubkraft pro Kilogramm Treibstoff. Durch Verwendung von Wärme trieb werken mit Kernenergie für die weiteren Stufen wird die Nutzlast, die das Schwerefeld der Erde überwinden kann, verdoppelt.